image_pdfimage_print

Namensrechte

Das Recht einer (natürlichen oder juristischen) Person, den eigenen Namen zu führen und andere vom unbefugten Gebrauch dieses Namens auszuschließen.

Obliegenheiten

Obliegenheiten sind Verhaltensvorschriften des Versicherungsnehmers, die der Versicherer nicht vom Ersten einfordern kann. Sie sind dazu gedacht das Schaden-Risiko gering zu halten. So läuft der Versicherungsnehmer Gefahr, bei grob fahrlässiger Verletzung seiner Obliegenheiten, ihm zustehende Rechte zu verlieren beziehungsweise ihm ansonsten zustehende Rechte nicht zu erwerben.

Verletzt der Versicherungsnehmer seine Obliegenheiten grob fahrlässig und es kommt kausal zu einem Schaden kann der Versicherer die Leistung um den Anteil kurzen, der dem Mitverschulden des Versicherungsnehmers entspricht.

Handelt der Versicherte vorsätzlich, also im Wissen, dass die Obliegenheit besteht und dass er sie durch sein handeln verletzt, oder gar arglistig, ist der Versicherer völlig von seiner Leistungspflicht befreit.

Offene Deckung in der Vermögensschaden-Haftpflicht

Die Deckung wird auf die bei Antrag ausgewählte Berufsbezeichnung/Tätigkeit bzw. auch auf eine Kombination verschiedener Tätigkeiten abgestellt. Eine abschließende Beschreibung des Versicherungsschutzes entfällt. Damit sind auch unterjährige Veränderungen und Aufnahmen von neuen Tätigkeiten automatisch mitversichert.

Prinzip der Beweislastumkehr

Das haftende Organmitglied ( = die versicherte Person) muss zeigen, dass es seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Es muss beweisen, dass es nicht schuldhaft gehandelt hat.

Produktrisiko

Das Produktrisiko umfasst alle gesetzlichen Haftpflichtansprüche aus Personen- und Sachschäden, die durch

  1. von Ihnen hergestellte oder gelieferte Erzeugnisse und
  2. Arbeiten oder sonstige Leistungen,

nach Ausführung der Leistung bzw. nach Abschluss der Arbeiten entstehen.

Versichert sind auch Sachfolgeschäden aus dem Fehlen zugesicherter Eigenschaften (Zusicherungshaftung).

Vermögensschaden-Haftpflicht

Die Vermögensschadenhaftpflicht schützt Sie vor Ansprüchen Dritter, sollte beispielsweise ein Beratungs- oder Programmierfehler oder ähnliches eingetreten sein.

Ihre Haftpflicht hat die Aufgabe die Ansprüche zu prüfen, berechtigte Ansprüche zu befriedigen und unberechtigte Ansprüche abzuwehren.

Verstoßtheorie Claims made-Prinzip

wird üblicher Weise von anglo-amerikanischen und internationalen Versicherungen für ihre Haftpflichtpolicen genutzt um den Eintritt des Versicherungsfalles zu definieren. So wird der Versicherungsfall ausgelöst wenn die geschädigte Person zum ersten Mal Anspruch (eng.: Claims) gegen die versicherte Person erhebt. Unabhängig davon, wann die versicherte Person den Pflichtverstoß beging (Verstoßprinzip) oder wann der Geschädigte den Schaden zum ersten Mal nachweislich feststellte (Manifestationsprinzip).

Der Vorteil für den Versicherer besteht darin, Spätschäden zu begrenzen, weshalb in der Regel eine Nachhaftung von drei oder fünf Jahren vereinbart wird, um Ansprüche nach Beendigung des Versicherungszeitraumes abzudecken.