Pflichten des Ingenieurs

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Die umfangreichen Pflichten des Ingenieurs ergeben sich aus verschiedenen Quellen:

  1. Gesetzgebung
  2. Berufsordnung der Ingenieurskammer
  3. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Ingenieurs
  4. Vertragliche Vereinbarungen mit dem Auftraggeber

 

Der Ingenieur ist  zum Beispiel dazu verpflichtet:

  1. seinen Beruf gewissenhaft auszuführen.
  2. nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit zu planen und zu handeln.
  3. die Regeln der Technik und gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zu beachten.
  4. den Auftraggeber über alle wesentlichen Angelegenheiten unverzüglich schriftlich zu unterrichten, dazu gehören unter anderem, dass die Überschreitung des finanziellen Rahmens absehbar wird oder Bedenken über schriftliche Anregungen und Anordnungen des Auftraggebers.
  5. die Prüfung der Öffentlich rechtlichen Begebenheiten vorzunehmen.

Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg schreibt auch eine Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen vor und Punkt 3 wird in so mancher Berufshaftpflicht zur Obliegenheit erklärt.

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen des Ingenieurs richten sich häufig nach der Berufsordnung. Allerdings unterliegen die AGB einer besonders strengen Gesetzgebung.

 

Bei Vertragsschluss sind Ingenieur und Auftraggeber frei in der Festlegung der Pflichten, sofern es sich nicht um gesetzeswidrige Vereinbarungen handelt (§ 134 BGB).