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Betriebsstättenrisiko

Unter Betriebsstättenrisiko umfasst Schäden, die sich aus dem allgemeinen Betrieb Ihres Unternehmens ergeben sowie für alle betriebs- und branchenüblichen Nebenrisiken, z. B. Haus- und Grundbesitzhaftpflicht, Bauherrenhaftpflicht für betriebseigene Bauvorhaben, Besitz-, Halten und Gebrauch von nicht zulassungs- und nicht versicherungspflichtigen Kraftfahrzeugen innerhalb des Betriebsgrundstücks und Vergabe selbst übernommener Aufträge an Subunternehmer.

Cyber-Risiken

Cybercrime

Bundeslagebild 2014

Cybercrime umfasst die Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten oder mittels dieser Informationstechnik begangen werden.

So definiert das Bundeskriminalamt (om weiteren BKA) Cybercrime in seinem letzen Bundeslagebild für 2014. Nach welchem knapp 50.000 Straftaten für 2014 festgehalten wurden. Allerdings geht das BKA von einer weit höheren Dunkelziffer aus.

Diese 50.000 Fälle werden im Bericht nochmals unterteilt in die fünf Cyber-Risiken:

  1. Computerbetrug:  44,68 %
  2. Ausspähung von Daten:  23,81 %
  3. Fälschung von Daten im Rechtsverkehr:  16,04 %
  4. Datenveränderung und Computersabotage:  11,35 %
  5. Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten:  4,11 %

Diese Angriffe verursachen jedes Jahr alleine in Deutschland Schäden in Millionenhöhe und selbst „kleine“ Schäden können die Existenz mittelständischer Unternehmen und Freiberuflern bedrohen.

 

 

Dienstvertrag

BGB § 611

Vertragstypische Pflichten beim Dienstvertrag

(1) Durch den Dienstvertrag wird derjenige, welcher Dienste zusagt, zur Leistung der versprochenen Dienste, der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Vergütung verpflichtet.

(2) Gegenstand des Dienstvertrags können Dienste jeder Art sein.

Eine Abnahme der Leistung ist im Dienstvertrag nicht üblich da, entgegengesetzt zum Werkvertrag, kein Arbeitserfolg geschuldet ist.

Echte und Unechte Vermögensschäden

Ein Vermögensschaden ist der finanzielle Nachteil einer Person, egal ob natürlich oder juristisch. Hierbei unterscheidet man zwischen dem reinen/echten oder dem unechten Vermögensschaden.

Reiner/Echter Vermögensschaden

Der echte Vermögensschaden leitet sich rein aus dem schuldhaften Handeln einer Person ab und ist nicht Bestandteil einer Berufs- oder Privathaftpflicht, sondern wird von einer speziellen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gedeckt, wie einer IT-Haftpflicht oder Ingenieurshaftpflicht.

Der echte Vermögensschaden ist schon Bestandteil einer Berufshaftpflicht (Haftpflicht für Kammerberufe (Berufsträger) wie Rechtsanwälte, Ingenieure, Architekten USw.)

Der echte Vermögensschaden ist nicht versichert bei einer Betriebshaftpflicht. Es gelten hier die Ausschlüsse entsprechend den Musterbedingungen Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung (§ 1.2 AHB) des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Übliche Schadenursachen sind die Verletzungen von Namens- und Markenrechten oder Vertragsstrafen.

Unechter Vermögensschaden

Ein unechter Vermögensschaden ist ein Folgeschaden aus einem Sach- oder Personenschaden.

Ist ein Selbstständiger zum Beispiel erwerbsunfähig da er durch das schuldhafte Handeln eines Anderen körperlichen Schaden erlitten hat, ist sein Ertragsausfall ein unechter Vermögensschaden.

Eigenschaden-Deckung

Die Eigenschaden-Deckung sichert, im Gegensatz zur Drittschaden-Deckung, diejenigen Vermögensschäden ab, die Ihnen durch Mitarbeiterfehler unmittelbar selbst entstehen. Mögliche Schadenfälle können z.B. durch Fehler bei der Fakturierung von Mitarbeitern gemacht werden. Dabei übernimmt der Versicherer mit der Eigenschaden-Deckung den Teil des Schadens, für den der Mitarbeiter seinem Arbeitgeber gegenüber haftet. Mögliche Konflikte mit Mitarbeitern werden im Vorfeld vermieden und der Betriebsfrieden wird gewahrt.

Fahrlässigkeit

BGB § 276 Absatz 2

(2) Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt.

Im BGB ist Fahrlässigkeit nicht näher definiert und durch diesen einfachen lässt unsere Legislative viel Platz für Interpretation. So ist der Begriff sowohl im Strafrecht  als auch im Zivil- und Versicherungsrecht geläufig, die genauen Definitionen unterscheiden sich jedoch.

Alle drei haben jedoch gemeinsam, dass der Täter das Ergebnis, den schädlichen Erfolg, bei Anwendung der üblichen Sorgfalt hätte voraussehen müssen.

Im Zivil- und damit auch im Versicherungsrecht unterscheidet man zudem zwischen den Abstufungen:

  • Einfache Fahrlässigkeit
  • Grobe Fahrlässigkeit

Einfache Fahrlässigkeit VS. Grobe fahrlässigkeit

Einfache Fahrlässigkeit setzt nur das außer Acht Lassen der Sorgfalt voraus, worüber hinaus für die grobe Fahrlässigkeit eine besondere schwere vorliegen muss. So hätte der grob fahrlässige Täter den schädlichen Erfolg voraussehen müssen und hat das Ergebnis billigend in kauf genommen

Innenhaftung

Ansprüche des Unternehmens, das üblicherweise als Versicherungsnehmer fungiert, gegen seinen ‚eigenen‘ Manager, der die versicherte Person ist.