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Fahrlässigkeit

BGB § 276 Absatz 2

(2) Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt.

Im BGB ist Fahrlässigkeit nicht näher definiert und durch diesen einfachen lässt unsere Legislative viel Platz für Interpretation. So ist der Begriff sowohl im Strafrecht  als auch im Zivil- und Versicherungsrecht geläufig, die genauen Definitionen unterscheiden sich jedoch.

Alle drei haben jedoch gemeinsam, dass der Täter das Ergebnis, den schädlichen Erfolg, bei Anwendung der üblichen Sorgfalt hätte voraussehen müssen.

Im Zivil- und damit auch im Versicherungsrecht unterscheidet man zudem zwischen den Abstufungen:

  • Einfache Fahrlässigkeit
  • Grobe Fahrlässigkeit

Einfache Fahrlässigkeit VS. Grobe fahrlässigkeit

Einfache Fahrlässigkeit setzt nur das außer Acht Lassen der Sorgfalt voraus, worüber hinaus für die grobe Fahrlässigkeit eine besondere schwere vorliegen muss. So hätte der grob fahrlässige Täter den schädlichen Erfolg voraussehen müssen und hat das Ergebnis billigend in kauf genommen