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Ausbildungsunfähigkeit

Bei Auszubildenden ist die Ausbildung als Beruf des Versicherten zu betrachten. Ausbildungsunfähigkeit bedeutet, der Auszubildende ist nicht in der Lage, die Ausbildung zu beenden und damit ebenfalls „berufsunfähig“.

Ausscheiden aus dem Berufsleben

Ist der Versicherte aus dem Berufsleben ausgeschieden überprüfen die meisten Versicherer die Berufsunfähigkeit nicht mehr in Hinblick auf den zuletzt konkret ausgeübten Beruf, sondern nur noch auf die vorhandenen Fähigkeiten und Kenntnisse. Entsprechend kann der Versicherte abstrakt auf eine Tätigkeit verwiesen werden, die er aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausüben könnte und die seiner Lebensstellung entspricht. Er muss diese Tätigkeit bis jetzt nicht ausgeübt haben.

Einige Versicherer gewähren eine Frist vor deren Ablauf nur auf den letzten konkret ausgeübten Beruf verwiesen werden kann. Nach Ablauf dieser Frist kann der Versicherte jedoch auch auf andere Tätigkeiten abstrakt verwiesen werden. Je länger die Frist ist, die der Versicherte von der abstrakten Verweisung verschont bleibt, um so vorteilhafter ist der Vertrag für den Versicherten. Einige Versicherer verweisen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben nur auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit.

Befristetes Anerkenntnis

Die Berufsunfähigkeit kann vom Versicherer befristet anerkannt werden, wenn eine abschließende Beurteilung einzelner Punkte nicht zeitnah möglich ist. Der Versicherer erkennt jedoch in den restlichen Punkten seine Leistungspflicht an. Bis zum Ablauf des bei der Befristung angegebenen Zeitraums ist der Versicherer an die Anerkennung gebunden. Eine befristete Anerkenntnis darf nur einmalig abgegeben werden. Es muss zudem hinreichend begründet sein, warum eine endgültige Anerkennung noch nicht möglich ist.

Beitragsanpassung

Versicherer haben nach §163 VVG unter bestimmten, streng geregelten Voraussetzungen die Möglichkeit die tariflichen Beiträge zur BU-Versicherung anzupassen. Dabei muss von einem unabhängigen Treuhänder oder durch die Aufsichtsbehörde bestätigt werden, dass der Versicherer zur Beitragsanpassung berechtigt ist. Einige Versicherer verzichten auf dieses Erhöhungsrecht.

Berufsunfähigkeit

Kann man seinen zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund einer körperlichen oder seelischen Erkrankung, eines Unfalls oder eines mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls auf Dauer ganz oder teilweise nicht mehr ausüben, so gilt man als berufsunfähig. Häufige Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind Rücken- sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden, Krebserkrankungen sowie Schäden an Muskeln, Gelenken und Knochen. Auch psychische Beeinträchtigungen können zu einer Berufsunfähigkeit führen.

Betriebshaftpflicht

Versicherungsumfang:

Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht privatrechtlichen Inhalts aus den Eigenschaften, Rechtsverhältnissen und Tätigkeiten, die sich aus Ihrem Betrieb ergeben.

Der Versicherungsschutz umfasst: das Betriebsstättenrisiko, das Produktrisiko inkl. Zusicherungshaftung. Das Umwelthaftpflichtrisiko sollte in den Versicherungsumfang eingeschlossen werden. Bei Bürobetrieben schützt diese Deckung gegen, auf andere Gebäudeteile übergreifende Feuerschäden.

Betriebsstättenrisiko
Versicherungsschutz besteht für Schäden, die sich aus dem allgemeinen Betrieb Ihres Unternehmens ergeben sowie für alle betriebs- und branchenüblichen Nebenrisiken, z. B. Haus- und Grundbesitzhaftpflicht, Bauherrenhaftpflicht für betriebseigene Bauvorhaben, Besitz-, Halten und Gebrauch von nicht zulassungs- und nicht versicherungspflichtigen Kraftfahrzeugen innerhalb des Betriebsgrundstücks und Vergabe selbst übernommener Aufträge an Subunternehmer.

Produktrisiko
Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht für Personen- und Sachschäden, die durch a.) von Ihnen hergestellte oder gelieferte Erzeugnisse und b) Arbeiten oder sonstige Leistungen, nach Ausführung der Leistung bzw. nach Abschluss der Arbeiten entstehen. Versichert sind auch Sachfolgeschäden aus dem Fehlen zugesicherter Eigenschaften (Zusicherungshaftung).

Betriebsstättenrisiko

Unter Betriebsstättenrisiko umfasst Schäden, die sich aus dem allgemeinen Betrieb Ihres Unternehmens ergeben sowie für alle betriebs- und branchenüblichen Nebenrisiken, z. B. Haus- und Grundbesitzhaftpflicht, Bauherrenhaftpflicht für betriebseigene Bauvorhaben, Besitz-, Halten und Gebrauch von nicht zulassungs- und nicht versicherungspflichtigen Kraftfahrzeugen innerhalb des Betriebsgrundstücks und Vergabe selbst übernommener Aufträge an Subunternehmer.