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Schutz vor Rentenversicherungspflicht – die erste Genossenschaft für IT-Freelancer

Kelkheim, 26. September 2016

Für IT-Freelancer besteht immer die Gefahr von der Deutschen Rentenversicherung als rentenversicherungspflichtig eingestuft zu werden. Dies kann für den Einzelnen zu erheblichen finanziellen Belastungen führen. Die 4Freelance recruitment eG ist nun die erste Genossenschaft für IT-Freelancer, die zum einen Projekte und Jobs vermittelt und zum anderen allen Mitgliedern durch ihre Rechtsform der Genossenschaft Schutz vor der Einstufung als rentenversicherungspflichtig bietet. Jeder IT-Freelancer kann in die Genossenschaft eintreten. Genosse wird man, wenn man mindestens ein Anteil erwirbt. So gehört man automatisch zur Genossenschaft und ist Mitanteilseigne). Dies entkräftet den rentenversicherungskritischen Punkt über den Zeitraum eines Projektes nur für einen Auftraggeber tätig zu sein.

 

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Flickr: Washington State House Republicans

Die 4Freelance recruiting eG ist die erste Genossenschaft für IT-Freelancer. Sie bietet Recruitingdienstleistungen von IT-Freelancern für IT-Freelancer an und tut dies bewusst in der Rechtsform einer Genossenschaft. Jeder Freiberufler aus dem Bereich IT kann Mitglied und damit Gesellschafter der Genossenschaft werden. Als Gesellschafter hat er Anteil an allen Auftraggeber, die die Genossenschaft hat. Das heißt, für die Deutsche Rentenversicherung ist er so gestellt, als ob er für mehrere Auftraggeber arbeitet – und fällt damit aus den Kriterien für die Rentenversicherungspflicht heraus.

Gleichzeitig behält der Freelancer die Freiheit zu wählen, über wen er seine Verträge mit seinen Kunden abschließen will: ob über die 4Freelance, über einen anderen Anbieter oder direkt mit dem auftraggebenden Unternehmen.

Warum ist es für viele Freelancer oftmals schwierig, mehrere Auftraggeber nachzuweisen?

IT-Projekte sind häufig sehr arbeitsintensiv und laufen über mehrere Monate. In dieser Zeit hat der IT-Freelancer meist nur einen einzigen Auftraggeber. Zudem sind Freelancer oft Solo-Selbstständige, beschäftigen also keine sozialversicherungspflichtigen Angestellte. Doch Selbstständige, die keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer haben und die im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber arbeiten, werden von der Deutschen Rentenversicherung als rentenversicherungspflichtig eingestuft.

Durch die Beteiligung an der Genossenschaft entfällt der rentenversicherungskritische Punkt, für die Dauer eines Projektes – was häufig über mehrere Monate gehen kann – nur für einen Einzelauftraggeber tätig zu sein. Für die kooperierenden Freiberufler ist dies eine ganz legale Möglichkeit, die Rentenversicherungspflicht abzuwenden.

Warum versuchen Freelancer oft die Rentenversicherungspflicht zu vermeiden?

Als Selbstständige müssen IT-Freelancer zusätzlich zum Arbeitnehmeranteil auch den Arbeitnehmeranteil an die Rentenversicherung abführen. Das kann – je nach Einkommenssituation – die Selbstständigkeit teilweise unrentabel machen oder sogar dazu führen, dass das finanzielle Überleben in Gefahr ist.

Hinzu kommt, dass die Sozialversicherungsbeiträge über Jahre hinweg rückwirkend eingefordert werden können. Das kann zu Nachzahlungsforderungen im fünfstelligen Bereich führen. Für viele IT-Freelancer ist das finanziell nicht tragbar.

Der Genossenschafts-Bonus: Gute Vermittlungschancen auf dem Markt

Als Genossenschaft ist die 4Freelance verpflichtet, im Interesse ihrer Mitglieder zu handeln. Ihr Ziel ist daher nicht die Gewinnmaximierung, sondern die gute Auftragsauslastung ihrer Mitglieder. Anders als Vermittlungsagenturen nimmt sie einen geringeren Aufschlag auf den Tagessatz der Mitglieder. Sie kann so die Dienstleistungen günstiger anbieten – ohne die Mitglieder im Honorar zu drücken. Gleichzeitig sind die günstigen Konditionen ein Anreiz für die auftragvergebenden Unternehmen, die Freelancer von 4Freelance zu wählen.

Über die gb.online gmbh

Die gb.online gmbh hat sich auf die berufliche Absicherung von Freelancern spezialisiert und bietet mit www.easy-insure.eu das umfangreichste Online-Versicherungsportal für freie und beratende Berufe in Deutschland. Seit 2011 können Selbstständige und Unternehmen bis 1 Million Euro Umsatz pro Jahr hier ihre beruflichen Risiken versichern.

Steigt der Umsatz, und wird eine individuelle Lösung benötigt, so steht mit dem Schwesterunternehmen groot bramel versicherungsmakler gmbh ein verlässlicher Partner zur Seite, der seit über 25 Jahren Gewerbetreibende und industriellen Unternehmen in Versicherungsfragen vertritt. Die groot bramel versicherungsmakler gmbh ist in 18 Ländern vertreten und begleitet sie, wohin auch immer sich ihr Geschäftsfeld entwickelt.

Kontaktdaten

gb.online gmbh
Frankfurter Straße 93
65779 Kelkheim

Ansprechpartner: Lutz-Hendrik Groot Bramel, Geschäftsführer

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Wie transparent sind die Produktinformationsblätter der Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen

20. 11. 2014

 

Nur sechs Anbieter für Selbstständige Berufsunfähigkeits-Policen erhalten vom ITA Institut für Transparenz GmbH im aktuellen Test die Note „Sehr gut“.  Neun Anbieter erhalten die schlechtestmögliche Note „Ausreichend“

Das ITA Institut für Transparenz GmbH hat die Produktinformations-Blätter (PIB) zu Selbstständigen Berufsunfähigkeits-Versicherungen (SBU) mit den hier veröffentlichten Ergebnissen http://www.ita-online.info/studien/transparenzindex-berufsunfaehigkeit untersucht. 93 PIB von 48 Gesellschaften nahmen an der Untersuchung teil.

Neun PIBs erhalten die bestmögliche Bewertung

Mit 9 % verdoppelte sich der Anteil der PIBs mit der Höchstnote „sehr gut“. Gegenüber dem letzten Vergleich hat sich also in der Versicherungswirtschaft einiges getan und die PIBs wurden wesentlich transparenter.

Die große Anzahl der PIBs mit der Note „befriedigend und ausreichen“ zeigt jedoch, dass die Versicherungsgesellschaften nach wie vor einen großen Nachholbedarf haben.

Klarheit und höchste Transparenz

Mit der am Markt einzigartigen BU iv-individualvereinbarung® als Sonder-AGB bietet die
gb.online gmbh Rechtssicherheit in den Verträgen von Anfang bis zum Ende des Versicherungsvertrags. Auch bei BU-Laufzeiten von 40 oder 50 Jahren kann sich der Kunde auf die Individualvereinbarung verlassen. Neben den Ratings und Bedingungsvergleichen des Analysehauses Morgen & Morgen  wird mit der iv-individualvereinbarung® eine höchstmögliche Transparenz und Klarheit bereits vor Vertragsbeginn geschaffen. Laut dem Hersteller trixi® liegt die Prozessquote seit der Einführung 1995 bei 0,0 %. Für alle Versicherer gelten die gleichen Fragen und Definitionen. So sind letztlich maximale Transparenz, Objektivität und Vergleichbarkeit möglich.

 

Lutz-Hendrik Groot Bramel

Geschäftsführer der gb.online gmbh

Haftpflichtversicherung schließt Lücken im Rechtsschutz

Lücken im Rechtsschutz – Haftpflichtversicherung bietet zusätzliche Kostendeckung

Freiberufler und Freelancer schützen ihre berufliche Existenz im Idealfall vor fremden Ansprüchen durch eine berufsspezifische Haftpflichtversicherung. Diese deckt die Kosten Dritter, für die der Versicherungsnehmer haftbar gemacht wird. Darüber hinaus bieten Haftpflichtversicherungen insbesondere für Freiberufler jedoch noch eine ganz besondere Risikoabwehr – den sogenannten passiven Rechtsschutz.

Was die Rechtsschutzversicherung nicht deckt
Rechtsschutzversicherungen sollen Kosten decken, die durch gerichtliche Auseinandersetzungen zur Wahrung eigener Rechte und Ansprüche anfallen. Ebenfalls sollen sie die Kosten des Versicherungsnehmers decken, die bei der Abwehr fremder Ansprüche entstehen. Was jedoch nur wenige Selbstständige wissen: Die Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen (ARB) schließen genau die Kosten kategorisch aus, mit denen freiberufliche IT-Fachkräfte, Berater und Medienkreative am häufigsten konfrontiert werden. So ist die Abwehr von Schadenersatzansprüchen oder von Rechtsverletzungen Dritter laut ARB nicht erstattungsfähig.

Passiver Rechtsschutz aus Haftpflichtversicherung
Wer also berufstypische Risiken wie z.B. Verstöße gegen das Marken- oder Urheberrecht oder auch Anwalts- und Gerichtskosten aufgrund von Haftungsforderungen lückenlos absichern möchte, sollte auf eine individuelle Haftpflichtversicherung mit passivem Rechtsschutz achten. Hierbei bekommt der Versicherungsnehmer zusätzlich zu statthaften Haftungsforderungen auch gerichtliche und außergerichtliche Kosten erstattet, die für die Abwehr dieser Ansprüche notwendig sind. Unter diese Regelung fallen beispielsweise Ausgaben für Anwälte, Sachverständige und Zeugen, aber auch Schadenminderungs- und Schadenregulierungskosten, wie sie bei Haftungsforderungen aufgrund von Rechtsverletzungen entstehen können.

Kostendeckung auch bei Klagen gegen Versicherer
Macht ein Versicherungsnehmer Ansprüche gegen den Rechtsschutzversicherer geltend, die sich aus seinem Rechtsschutzvertrag ergeben, so sind die Kosten hierfür nicht durch die Rechtsschutzversicherung gedeckt. Eine branchenspezifische Haftpflichtversicherung mit passivem Rechtsschutz jedoch schließt genau diese Lücke. Wir empfehlen unseren Kunden daher immer, ihre Rechtsschutzversicherung bei einem Versicherungsunternehmen abzuschließen, mit dem sie sonst keine Verträge vereinbart haben.

Informationsplattform für IT- und Ingenieur-Freiberufler
Die gb.online gmbh mit Sitz im Taunus hat sich auf die Absicherung der Risiken und Ansprüche von Freiberuflern und Freelancern spezialisiert. Das Team von Nicole Westphal bietet selbstständigen IT-Fachkräften und Ingenieuren exzellente branchenspezifische Absicherungsinstrumente. Auf seiner Online-Plattform www.easy-insure.eu informiert das Maklerhaus regelmäßig über wichtige Neuerungen und Veränderungen in der Versicherungswelt und bietet im persönlichen Gespräch umfassende Beratung und individuellen Versicherungsschutz.

IT-Dienstleister haftet für Software-Fehler

Wenn der IT-Freiberufler für Software-Fehler haften muss

IT-Dienstleister haftet für Software-Fehler

Gerade in der Vorweihnachtszeit waren Online-Shops wieder sehr gefragt.
Online-Shops sind immer sehr gefragt, das hat sich in den vergangen Wochen wieder einmal bestätigt. In letzter Minute noch etwas bestellen und es kommt schon am nächsten Tag an.

Schnäppchenjäger suchen und vergleichen und wenn man das gesuchte Produkt in einem Shop günstiger als anderswo bekommt, ist die Freude groß. Ob bei Konsum- Baby- oder Beautyartikel, der Kunde nimmt die Preisstürze gerne hin. Einige Betreiber von Online-Shops dürften sich aber jetzt gerade nicht mehr über die Gewinne freuen. Was ist passiert? Ein mit der Programmierung beauftragter IT-Dienstleister hat versehentlich die Preise falsch importiert, die täglich vom Anbieter aktualisiert wurden. Was aber nicht bedacht wurde, das Format der Liste hatte sich geändert, und somit kam es zum Eklat. Aus Versehen wurde die falsche Spalte importiert. Dieser nur kleine Fehler sorgte dafür, dass es diverse Produkte sogar noch unter dem Einkaufspreis gab. Freude für den Kunden, aber Pech für den Auftraggeber, der einen erheblichen Umsatzausfall dadurch hatte. Denn bis man dies bemerkte, fanden die Artikel entsprechenden Absatz, der auch durch den Shop-Betreiber anfangs nicht bemerkt wurde. Entsprechend groß war dann der Ärger um den entgangenen Gewinn für den der Auftraggeber. Er nahm seinen IT-Dienstleister in Haftung, denn dieser hatte schließlich die Preise falsch importiert.

Dieses Schadenbeispiel zeigt sehr anschaulich die Haftungsrisiken von IT-Dienstleistungen im E-Commerce. Diesen finanziellen Schaden bezeichnet man auch als Vermögensschaden durch Umsatz bzw. Gewinnausfall.

Daher ist es wichtig eine IT-Haftpflichtversicherung abzuschließen, die auch Vermögensschäden und Vermögensfolgeschäden beinhaltet. Hohe Versicherungssummen sind hier ratsam, ebenso wie darauf zu achten, dass man auf den „Stand der Technik“-Klausel verzichtet. Denn man könnte ja sagen, warum hat der IT-Dienstleister diesen Import nicht noch einmal geprüft? Es ist so nun mal ein Schaden eingetreten, der vielleicht hätte vermieden werden könne, aber auch solche unbedachten kleinen Fehler passieren. Sich dagegen abzusichern sollte man bedenken. Dafür empfiehlt die gb.online gmbh die IT-Haftpflichtversicherung mit hohen Deckungssummen und transparentem Bedingungswerk.

Auf dem Versicherungsportal www.easy-insure.eu können IT-und EDV Unternehmen, aber auch IT-Freiberufler den richtigen Schutz für Ihren Versicherungsbedarf ermitteln.

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter info@easy-insure.eu

gb.online gmbh

Die gb.online gmbh ist ein führendes Maklerhaus für die IT- sowie Telekommunikationsbranche. Gemeinsam mit Partnern und Kunden definiert, entwickelt und realisiert die gb.online gmbh branchenspezifische Lösungen – passgenau auf den Kundenbedarf abgestimmt.
Das Ziel der gb.online gmbh ist es, den Versicherungsschutz aller involvierten Parteien auf mögliche Deckungslücken zu überprüfen, diese konsequent zu schließen und das zu angemessenen Preiskonditionen.

Die IT-Haftpflicht-Versicherung kombiniert das langjährige Know-how der weltweit führenden Versicherungsgesellschaften, und einem der führenden Versicherungsmakler in der IT Branche, der gb.online gmbh.
Die gb.online gmbh steht mit kontinuierlicher Beratung und IT-Expertise als Partner zur Seite. Und für den Auftraggeber erhalten Unternehmer einen Nachweis über den Abschluss Ihrer IT-Haftpflichtversicherung als sichere Entscheidungsgrundlage.

Die gb.online gmbh ist dicht am Kunden, sie steht den Unternehmen und IT-Freelancern jederzeit beiseite, auch im Schadenfall verfügt sie über gute Kontakte zu namhaften Sachverständigen, wie auch zu Rechtsanwälten. So steht Ihnen z.B. im Schadenfall die renommierte Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper ohne jegliche Mehrkosten zur Verfügung.

Absicherung der Haftpflichtrisiken im IT-Bereich: Auf diese Punkte müssen Sie achten

von Heinz Lomen, asmit GmbH, München

Auf dem deutschen Versicherungsmarkt bieten zwar viele Versicherer „spezielle Konzepte“ für die IT-Wirtschaft an. Aber nur eine handvoll qualifizierter Anbieter ist in der Lage, die speziellen Risiken der IT-Wirtschaft wirklich abzudecken. Der folgende Beitrag nennt die Deckungsbestandteile, die in guten Policen enthalten sein sollten.

Spezielle Risikoszenarien – spezielle Versicherungslösungen

Programmierer, IT-Berater und IT-Consultants, Softwarehäuser, Provider, Netzwerkplaner und Rechenzentren sind speziellen Schaden- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Diese lassen sich nicht über eine Standard-Haftpflichtversicherung absichern. Allerdings sind die Bedingungswerke der IT-Haftpflichtversicherer höchst unterschiedlich – und nur ein paar Versicherungen bieten dem Kunden guten Versicherungsschutz.

Kriterien einer IT-Haftpflichtversicherung

Die folgende Checkliste nennt die Kriterien, anhand derer Sie prüfen können, ob eine IT-Haftpflichtversicherung Ihren Kunden ausreichend schützt.

Checkliste / Was sollte eine gute IT-Haftpflicht leisten?

Deckungssummen für Sach- und Vermögensschäden:Mindestens 1 Mio. Euro für Sach- und Vermögensschäden.
Der Sachschaden ist dadurch gekennzeichnet, dass eine vorher vorhandene Sache nach dem Einsatz des Versicherungsnehmers beschädigt oder nicht mehr funktional ist.
Von reinen Vermögensschäden im Sinne der Versicherungsbedingungen spricht man, wenn es sich weder um Personen- oder Sachschäden noch deren Folgeschäden handelt.
Beispielhafte, nicht abschließende Aufzählung der versicherten Tätigkeiten:Die einzelnen Tätigkeiten sollten offen formuliert und nicht abschließend aufgelistet sein. Vor der Aufzählung der einzelnen Tätigkeiten sollte stehen „insbesondere“, „zum Beispiel“ etc.
Die Formulierung „… soweit es sich handelt um …“ oder „… versichert sind die nachfolgend benannten Tätigkeiten“ oder „… versichert sind …“ mit nachfolgender Aufzählung der Tätigkeiten schränkt den Versicherungsschutz aufgrund der expliziten Beschreibung ein. Und sie lässt dem Versicherer Raum für Diskussionen, sobald die Aktivitäten des Versicherungsnehmers davon abweichen.
Keine unterschiedlichen Summen für Vermögens- und Sachschäden:Für Vermögens- und Sachschäden sollten die gleichen Deckungssummen zur Verfügung stehen. Denn ein und derselbe Fehler kann sich als Sach- oder Vermögensschaden darstellen.
Gleiche Limits für Vermögens- und Implementierungsschäden:Gute Versicherer machen keine Unterschiede zwischen Implementierungs- und Vermögensschäden.
Unter Implementierungsschäden versteht man Schäden, die infolge fehlerhafter Soft- oder Hardware beim Kunden entstehen.
Einheitliche Behandlung von Sach-, Vermögens- sowie Folgeschäden:Sach-, Vermögens- sowie Folgeschäden sollten einheitlich behandelt werden.
Versicherungsschutz von Betriebsunterbrechungsschäden:Betriebsunterbrechungsschäden sollten uneingeschränkt versichert sein. Denn in der Praxis wird oft nur die Wiederherstellung von Daten versichert, nicht aber die Betriebsunterbrechung beim Kunden.
Es sollte auch keine zeitlichen Selbstbehalte bei Betriebsunterbrechungsschäden des Kunden geben. Ein Selbstbehalt von 24 Stunden bei Betriebsunterbrechungsschäden bedeutet beispielsweise, dass das IT-Unternehmen die Kosten für die ersten 24 Stunden tragen muss, und der Versicherer erst dann einspringt. Schon das kann existenzvernichtend sein.
Nichterfüllungsfolgeschäden:Auch Nichterfüllungsfolgeschäden sollten explizit versichert sein. Unter Nichterfüllungsfolgeschäden versteht man Folgeschäden, die nicht aus einem Mangel der erbrachten Leistung resultieren, sondern aus der vollkommenen oder teilweisen Nichtleistung.
Verzugsschäden:Versicherungsschutz sollte auch für Verzugsschäden bestehen, ohne dass ein vorausgehender Sachschaden dafür Voraussetzung ist.
Einteiliger Policenaufbau:Der Versicherungsschutz sollte bei Vermögensschäden nicht auf Eintrittspflicht „nach Erbringung der Lieferung und Leistung“ reduziert sein, wie das in gewerblichen oder Industriehaftpflichtversicherungen im Rahmen der erweiterten Produkthaftpflichtdeckung durchaus üblich und begründet ist.
Eigenschadendeckung:Auch eigene Aufwendungen des IT-Unternehmens bei gescheiterten Projekten sollten versichert sein.
Abwehrkosten:Abwehrkosten (für Rechtsanwalt, Gericht etc.) sollten auch bei Ausschlüssen versichert sein.
Keine Ausschlüsse:Vorsicht ist bei Ausschlüssen jeder Art geboten. Auf keinen Fall sollte einer der folgenden Ausschlüsse enthalten sein:
  • bei Schäden aus Verzug
  • bei Schäden durch nicht ausreichend erprobte Software/Hardware (Experimentierklausel: „… nicht versichert sind Schäden aus Lieferung oder Leistung, die im Hinblick auf ihren konkreten Verwendungszweck nicht ausreichend getestet oder erprobt wurden“)
  • bei Schäden für Aufwendungen in Erwartung ordnungsgemäßer Leistungen
  • bei Schäden durch nicht reproduzierbare Fehler
  • bei Schäden durch Rechtsverletzungen (Copyright-, Urheber-, Warenzeichenrechtsverletzungen)
  • bei Schäden durch Patentrechtsverletzungen mit Ausnahme USA/Kanada
  • bei Schäden durch Viren, Würmer, Trojaner etc.
  • bei Schäden durch Lizenzverletzungen
  • bei Schäden durch Nutzung des Internets als Kommunikationsträger bei Schäden durch zu geringe/zu hohe Hardwarekapazität
  • bei Sach- und Vermögensschäden im Zusammenhang mit EMF (elektromagnetischen Feldern)
  • bei Schäden im Zusammenhang mit Zahlungs- und Abrechnungsverkehr bei Sachschäden mit US-Risiken

Weiterführender Hinweis

Checkliste „Betriebshaftpflichtversicherung: Was sollte eine gute IT-Haftpflicht leisten?“ in wvm.iww.de unter dem Reiter Downloads in der Rubrik Checklisten unter dem Stichwort Versicherungen
QUELLE: AUSGABE 11 / 2012 | SEITE 19 | ID 34541950 20.11.2012 http://www.iww.de/wvm/vertriebspraxis/betriebshaftpflichtversicherung-absicherung-…

„Mit freundlicher Genehmigung des Wirtschaftsdienst Versicherungsmakler (wvm.iww.de)“.