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IT-Freelancer und Unternehmen gehen bei Verzicht auf Berufshaftpflicht hohe Risiken ein

Kelkheim, 10. Oktober 2016

 

Unsere Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Waren es früher die produzierenden Unternehmen, die den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatten, so hat sich das Bild seit den 1980ern verändert. Inzwischen sind es die Dienstleistungsunternehmen, die den größten Teil zur Wertschöpfung beitragen. In Deutschland machten Dienstleistungen im vergangenen Jahr einen Anteil von rund 70 Prozent am BIP aus.

Rund dreiviertel aller Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor. Über 80 Prozent aller Dienstleistungsunternehmen sind dabei Personengesellschaften oder Solo-Selbstständige. Diese haften im Falle eines Falles mit ihrem Privatvermögen. Branchen mit besonders hohem Risiko sind dabei unter anderem Unternehmensberater, IT-& Kommunikationsunternehmen bzw. Freelancer im IT-Bereich, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen.

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Flickr: Still words

Die Dienstleistungen ändern sich, die Risiken auch

Durch den technischen Wandel kommen ständig neue Dienstleistungen hinzu: Alleine durch die Möglichkeiten des Internets sind ganz neue Berufsbilder und Aufgabenfelder entstanden. SEO, Content- und Community-Management, Software-Entwicklung, Cloud-Computing – die Liste der neuen Dienstleistungsfelder ist lang.

Während sich auf der einen Seite neue Kundengruppen und Leistungen eröffnen, gibt es auf der anderen Seite neue Risiken, gegen die sich die Unternehmen wappnen müssen: Hacking, Cyber-Attacken, aber auch einbrechende lokale Märkte aufgrund der Globalisierung.

Laut einer Befragung des Versicherungsunternehmens Hiscox setzen die Unternehmen und Freelancer auf 5 Strategien, um Risiken zu umgehen: Sie meiden riskante Jobs, schreiben Haftungsausschlussklauseln in den Vertrag, setzen auf persönliche Beziehungen, um eventuelle Fehler informell regeln zu können oder vertrauen einfach darauf, dass sie den Auftrag perfekt erfüllen. Ein Großteil hofft zudem darauf, dass bestehende Versicherungen, wie zum Beispiel eine Rechtsschutz, ihnen ausreichend Sicherheit bieten. Mit dieser Strategie gehen die IT-Freiberufler und Unternehmen hohe Risiken ein.
Fehlende Berufshaftpflicht – Augen zu und hoffen, dass nichts passiert

Mehr als die Hälfte der befragten IT-Dienstleister hat keine Berufshaftpflicht. Dabei ist gerade im IT-Bereich das Schadensrisiko enorm. Als Gründe, warum man keine Berufshaftpflicht abgeschlossen habe, wird häufig angegeben, diese sei zu teuer oder nicht relevant, da man schlicht und einfach keine Risiken abzudecken hätte. Hier zeigt sich, dass viele Unternehmer nicht ausreichend über die Haftungsrisiken in ihrer Branche aufgeklärt sind.

Ein paar Beispiele für Schäden, wie sie schnell entstehen können: Ein Unternehmensberater berät ein Start-up und vergisst dabei, auf bestehende Fördermöglichkeiten hinzuweisen. Der Jung-Unternehmer reicht die Anträge nach, doch zu spät. Ihm entgehen Fördergelder in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Diesen Betrag fordert er beim Unternehmensberater ein.

Ein anderer Fall: Ein IT-Freelancer kümmert sich um die Website eines Unternehmens. Aus Versehen legt er dabei die Shop-Software lahm. Für Stunden kann niemand über den Shop bestellen. Es entstehen hohe Umsatzverluste. Dieses möchte das Unternehmen nun von dem Freelancer erstattet haben.

 

Hiscox bietet eine besonders einfache Berufshaftpflicht für IT-Freelancer und 299 andere Berufe

Zu teuer, zu viele nicht-relevante Risiken abgedeckt – die Hiscox Versicherung hat auf diese Perspektive der Unternehmen reagiert und bietet für Dienstleister unter 1 Million Euro Umsatz eine Berufshaftpflichtversicherung im Modulsystem an. Es können individuelle Verträge für über 300 verschiedene Berufe eingegeben werden – so dass auch wirklich nur die relevanten Risiken abgedeckt werden. Das sorgt für niedrige Beiträge. Gleichzeitig hat die Hiscox die Antragsmodalitäten so vereinfacht, dass der Antrag nur noch 3 Seiten kurz ist. Ab Eingang des Antrags verfügt der Antragssteller zudem über vollen Versicherungsschutz. Für Freelancer eine einfach Möglichkeit sich schnell und umfangreich abzusichern.

 

Über die gb.online gmbh

Die gb.online gmbh hat sich auf die berufliche Absicherung von Freelancern spezialisiert und bietet mit www.easy-insure.eu das umfangreichste Online-Versicherungsportal für freie und beratende Berufe in Deutschland. Seit 2011 können Selbstständige und Unternehmen bis 1 Million Euro Umsatz pro Jahr hier ihre beruflichen Risiken versichern.

Steigt der Umsatz, und wird eine individuelle Lösung benötigt, so steht mit dem Schwesterunternehmen groot bramel versicherungsmakler gmbh ein verlässlicher Partner zur Seite, der seit über 25 Jahren Gewerbetreibende und industriellen Unternehmen in Versicherungsfragen vertritt. Die groot bramel versicherungsmakler gmbh ist in 18 Ländern vertreten und begleitet sie, wohin auch immer sich ihr Geschäftsfeld entwickelt.

Kontaktdaten

gb.online gmbh
Frankfurter Straße 93
65779 Kelkheim

Ansprechpartner: Lutz-Hendrik Groot Bramel, Geschäftsführer

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Für welche Leistungen haftet der Ingenieur? – Definition der Leistungsbilder von Ingenieuren, Teil 3

Kelkheim, 28. April 2016

 

Im 1. Teil haben wir den Unterschied zwischen Planung und Bauleitung definiert, im 2. Teil die zusätzlichen Leistungen näher ausgeführt. Im 3. Teil dieser Reihe schauen wir uns näher an, welche Aufgaben Ingenieure und Architekten als Sachverständige übernehmen können und was dies für die Haftung und die Haftpflicht von Ingenieuren bedeutet.

Environmental engineer with a laptop at wind farm

 

Wenn Ingenieure als Sachverständige tätig sind

Ein weiteres Leistungsbild des Berufsbildes von Architekten und Ingenieure ist ihre Arbeit als Sachverständiger, die sie sowohl Vollzeit als auch Teilzeit ausüben können. Für die Haftung des Ingenieurs als Sachverständigen gelten besondere Rechtsgrundsätze.

 

  • Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz, Brandschutz und Standsicherheit

Die Landesbauordnung SV-VO überträgt Aufgaben der Bauaufsichtsbehörden auf private Sachverständige, die die entsprechende Qualifizierung besitzen. Diese können somit die sicherheitsrelevanten Bereiche wie Schall-, Wärme- und Brandschutz sowie Standsicherheit abnehmen. Vorraussetzung ist ein Befähigungsnachweis. Doch obwohl diese Ingenieure als Sachverständige öffentlich-rechtliche Aufgaben erfüllen, sind sie privatrechtlich tätig und haften damit genauso wie andere Architekten und Ingenieure.

 

  • Sicherheits- und Gesundheitskoordinator (SiGeKo)

Für den Schutz der Sicherheit und Gesundheit auf größeren Baustellen ist der Bauherr verantwortlich. Seine Aufgaben sind in der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung) vom 1. Juli 1998 geregelt. Hier vereinigen sich Arbeitsschutz und Verkehrssicherungspflicht. Denn der Bauhherr muss sicherstellen, dass sowohl alle Wege auf der Bausstelle sicher zu begehen bzw. zu befahren sind als auch alle allgemeine Arbeitschutzauflagen eingehalten werden. Diese Aufgabe muss er jedoch nicht selbst erledigen, sondern kann sie einem sachkundigen Koordinator, wie einem Ingenieur oder Architekten, übertragen.

 

Von versicherungstechnischer Seite spricht nichts dagegen, diese Leistungen als Ingenieur ebenfalls zu übernehmen. Durch eine Berufshaftpflichtversicherung sind die Aufgaben eines Sicherheits- und Gesundheitskoordinators im Haftungsfalle im Haftungsfalle meist abgedeckt. Ein Sonderfall sind hier Schäden, die durch asbesthaltige Substanzen entstehen. Diese werden in den meisten Fällen nicht übernommen.

 

  • Prüfingenieure für Baustatik

Prüfingenieure für Baustatik sind als beliehene Unternehmer hoheitlich tätig und genießen den besonderen Schutz der Amtshaftung (§ 839 BGB). Sie haften selbst bei grober Fahrlässigkeit nur dann, wenn der Geschädigte keinen weiteren Ersatz verlangen kann.

 

  • Baugrund-Sachverständige

Die Leistungen eines  Baugrund-Sachverständigen (hier als Sammelbegriff zu verstehen) sind den Leistungsbildern der HOAI zuzuordnen und ergeben sich insbesondere aus dem Teil XII (Leistungen für Bodenmechanik, Erd- und Grundbau) sowie dem Teil VII (Leistungen bei Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen). Trotzdem verbinden sich häufig falsche Vorstellungen wofür diese Ingenieure wirklich zuständig sind – und wofür ihre Haftung gilt.

 

Eine der Hauptaufgaben eines Baugrund-Sachverständigen ist es, den Ist-Zustande zu analysieren. Dazu muss der Boden genau untersucht werden, denn ohne eine ausgedehntere „Grundlagenermittlung“ ist hier eine fundierte ingenieurtechnische Beratung nicht möglich.

 

Für die Haftung des Ingenieurs muss man für den Einzelfall genau in den Vertrag schauen, um zu sehen, ob er sich auf die minder schwere Haftung einer reinen Sachverständigen-Tätigkeit berufen kann.

 

  • Umweltingenieure

Der Begriff Umweltingenieur ist noch relativ jung und hat sich seit etwa 1990 eingebürgert. Umweltingenieure sind für Anlagen zuständig, von denen Umwelteinwirkungen ausgehen können, die also Boden, Luft oder Gewässer belasten könnten. Leistungsdefinitionen der Ingenieure für „Umweltanlagen“ sind in Teil VII und Teil IX der HOAI enthalten. Die Beschreibungen sind jedoch unvollständig. Zudem gibt es immer wieder Tätigkeiten, die dem Umweltbereich nicht zugeordnet werden.

 

Das hat Auswirkungen auf die Haftpflichtversicherung der Ingenieure: Ingenieure, die im Umweltbereich Leistungen erbringen, müssen für ihren Versicherungsschutz genau schauen, dass die konkrete Tätigkeitsbeschreibung in ihren Versicherungsvertrag aufgenommen wird. Denn eine allgemeingültige Aufgabenbeschreibung gibt es noch nicht. Zudem werden alle Tätigkeiten rund um Deponien sowie Verfahrenstechniken für Umweltanlagen von den Versicherern als kritisch eingestuft; unproblematisch zu versichern sind hingegen Arbeiten für kommunale Kläranlagen sowie normale Ver- und Entsorgungsanlagen von Gebäuden.

 

Und was ist, wenn man international tätig ist?

Im internationalen Gebrauch verwischen die Begrifflichkeiten etwas. Es gibt zwar einige allgemeingültige Übersetzungen, an denen man sich orientieren kann, wichtig ist aber, dass man sich bei der Beschreibung von Leistungen nicht nur an der wörtlichen Übersetzungen orientiert. Es gilt die konkreten Inhalte der Leistungen zu hinterfragen und diese dann mit eigenen Begriffen und Vorstellungen zu vergleichen, bevor man sie im Vertrag verankert. Schließlich geht es hier immer wieder um Haftungsfragen.

 

 

Über die gb.online gmbh

Die gb.online gmbh hat sich auf die berufliche Absicherung von Freelancern spezialisiert und bietet mit www.easy-insure.eu das umfangreichste Online-Versicherungsportal für freie und beratende Berufe in Deutschland. Seit 2011 können Selbstständige und Unternehmen bis 1 Million Euro Umsatz pro Jahr hier ihre beruflichen Risiken versichern.

Steigt der Umsatz, und wird eine individuelle Lösung benötigt, so steht mit dem Schwesterunternehmen groot bramel versicherungsmakler gmbh ein verlässlicher Partner zur Seite, der seit über 25 Jahren Gewerbetreibende und industriellen Unternehmen in Versicherungsfragen vertritt. Die groot bramel versicherungsmakler gmbh ist in 18 Ländern vertreten und begleitet sie, wohin auch immer sich ihr Geschäftsfeld entwickelt.

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gb.online gmbh

Frankfurter Straße 93

65779 Kelkheim

Ansprechpartner: Lutz-Hendrik Groot Bramel , Geschäftsführer

 

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Haftpflichtversicherung schließt Lücken im Rechtsschutz

Lücken im Rechtsschutz – Haftpflichtversicherung bietet zusätzliche Kostendeckung

Freiberufler und Freelancer schützen ihre berufliche Existenz im Idealfall vor fremden Ansprüchen durch eine berufsspezifische Haftpflichtversicherung. Diese deckt die Kosten Dritter, für die der Versicherungsnehmer haftbar gemacht wird. Darüber hinaus bieten Haftpflichtversicherungen insbesondere für Freiberufler jedoch noch eine ganz besondere Risikoabwehr – den sogenannten passiven Rechtsschutz.

Was die Rechtsschutzversicherung nicht deckt
Rechtsschutzversicherungen sollen Kosten decken, die durch gerichtliche Auseinandersetzungen zur Wahrung eigener Rechte und Ansprüche anfallen. Ebenfalls sollen sie die Kosten des Versicherungsnehmers decken, die bei der Abwehr fremder Ansprüche entstehen. Was jedoch nur wenige Selbstständige wissen: Die Allgemeinen Rechtsschutzbedingungen (ARB) schließen genau die Kosten kategorisch aus, mit denen freiberufliche IT-Fachkräfte, Berater und Medienkreative am häufigsten konfrontiert werden. So ist die Abwehr von Schadenersatzansprüchen oder von Rechtsverletzungen Dritter laut ARB nicht erstattungsfähig.

Passiver Rechtsschutz aus Haftpflichtversicherung
Wer also berufstypische Risiken wie z.B. Verstöße gegen das Marken- oder Urheberrecht oder auch Anwalts- und Gerichtskosten aufgrund von Haftungsforderungen lückenlos absichern möchte, sollte auf eine individuelle Haftpflichtversicherung mit passivem Rechtsschutz achten. Hierbei bekommt der Versicherungsnehmer zusätzlich zu statthaften Haftungsforderungen auch gerichtliche und außergerichtliche Kosten erstattet, die für die Abwehr dieser Ansprüche notwendig sind. Unter diese Regelung fallen beispielsweise Ausgaben für Anwälte, Sachverständige und Zeugen, aber auch Schadenminderungs- und Schadenregulierungskosten, wie sie bei Haftungsforderungen aufgrund von Rechtsverletzungen entstehen können.

Kostendeckung auch bei Klagen gegen Versicherer
Macht ein Versicherungsnehmer Ansprüche gegen den Rechtsschutzversicherer geltend, die sich aus seinem Rechtsschutzvertrag ergeben, so sind die Kosten hierfür nicht durch die Rechtsschutzversicherung gedeckt. Eine branchenspezifische Haftpflichtversicherung mit passivem Rechtsschutz jedoch schließt genau diese Lücke. Wir empfehlen unseren Kunden daher immer, ihre Rechtsschutzversicherung bei einem Versicherungsunternehmen abzuschließen, mit dem sie sonst keine Verträge vereinbart haben.

Informationsplattform für IT- und Ingenieur-Freiberufler
Die gb.online gmbh mit Sitz im Taunus hat sich auf die Absicherung der Risiken und Ansprüche von Freiberuflern und Freelancern spezialisiert. Das Team von Nicole Westphal bietet selbstständigen IT-Fachkräften und Ingenieuren exzellente branchenspezifische Absicherungsinstrumente. Auf seiner Online-Plattform www.easy-insure.eu informiert das Maklerhaus regelmäßig über wichtige Neuerungen und Veränderungen in der Versicherungswelt und bietet im persönlichen Gespräch umfassende Beratung und individuellen Versicherungsschutz.

Absicherung der Haftpflichtrisiken im IT-Bereich: Auf diese Punkte müssen Sie achten

von Heinz Lomen, asmit GmbH, München

Auf dem deutschen Versicherungsmarkt bieten zwar viele Versicherer „spezielle Konzepte“ für die IT-Wirtschaft an. Aber nur eine handvoll qualifizierter Anbieter ist in der Lage, die speziellen Risiken der IT-Wirtschaft wirklich abzudecken. Der folgende Beitrag nennt die Deckungsbestandteile, die in guten Policen enthalten sein sollten.

Spezielle Risikoszenarien – spezielle Versicherungslösungen

Programmierer, IT-Berater und IT-Consultants, Softwarehäuser, Provider, Netzwerkplaner und Rechenzentren sind speziellen Schaden- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Diese lassen sich nicht über eine Standard-Haftpflichtversicherung absichern. Allerdings sind die Bedingungswerke der IT-Haftpflichtversicherer höchst unterschiedlich – und nur ein paar Versicherungen bieten dem Kunden guten Versicherungsschutz.

Kriterien einer IT-Haftpflichtversicherung

Die folgende Checkliste nennt die Kriterien, anhand derer Sie prüfen können, ob eine IT-Haftpflichtversicherung Ihren Kunden ausreichend schützt.

Checkliste / Was sollte eine gute IT-Haftpflicht leisten?

Deckungssummen für Sach- und Vermögensschäden:Mindestens 1 Mio. Euro für Sach- und Vermögensschäden.
Der Sachschaden ist dadurch gekennzeichnet, dass eine vorher vorhandene Sache nach dem Einsatz des Versicherungsnehmers beschädigt oder nicht mehr funktional ist.
Von reinen Vermögensschäden im Sinne der Versicherungsbedingungen spricht man, wenn es sich weder um Personen- oder Sachschäden noch deren Folgeschäden handelt.
Beispielhafte, nicht abschließende Aufzählung der versicherten Tätigkeiten:Die einzelnen Tätigkeiten sollten offen formuliert und nicht abschließend aufgelistet sein. Vor der Aufzählung der einzelnen Tätigkeiten sollte stehen „insbesondere“, „zum Beispiel“ etc.
Die Formulierung „… soweit es sich handelt um …“ oder „… versichert sind die nachfolgend benannten Tätigkeiten“ oder „… versichert sind …“ mit nachfolgender Aufzählung der Tätigkeiten schränkt den Versicherungsschutz aufgrund der expliziten Beschreibung ein. Und sie lässt dem Versicherer Raum für Diskussionen, sobald die Aktivitäten des Versicherungsnehmers davon abweichen.
Keine unterschiedlichen Summen für Vermögens- und Sachschäden:Für Vermögens- und Sachschäden sollten die gleichen Deckungssummen zur Verfügung stehen. Denn ein und derselbe Fehler kann sich als Sach- oder Vermögensschaden darstellen.
Gleiche Limits für Vermögens- und Implementierungsschäden:Gute Versicherer machen keine Unterschiede zwischen Implementierungs- und Vermögensschäden.
Unter Implementierungsschäden versteht man Schäden, die infolge fehlerhafter Soft- oder Hardware beim Kunden entstehen.
Einheitliche Behandlung von Sach-, Vermögens- sowie Folgeschäden:Sach-, Vermögens- sowie Folgeschäden sollten einheitlich behandelt werden.
Versicherungsschutz von Betriebsunterbrechungsschäden:Betriebsunterbrechungsschäden sollten uneingeschränkt versichert sein. Denn in der Praxis wird oft nur die Wiederherstellung von Daten versichert, nicht aber die Betriebsunterbrechung beim Kunden.
Es sollte auch keine zeitlichen Selbstbehalte bei Betriebsunterbrechungsschäden des Kunden geben. Ein Selbstbehalt von 24 Stunden bei Betriebsunterbrechungsschäden bedeutet beispielsweise, dass das IT-Unternehmen die Kosten für die ersten 24 Stunden tragen muss, und der Versicherer erst dann einspringt. Schon das kann existenzvernichtend sein.
Nichterfüllungsfolgeschäden:Auch Nichterfüllungsfolgeschäden sollten explizit versichert sein. Unter Nichterfüllungsfolgeschäden versteht man Folgeschäden, die nicht aus einem Mangel der erbrachten Leistung resultieren, sondern aus der vollkommenen oder teilweisen Nichtleistung.
Verzugsschäden:Versicherungsschutz sollte auch für Verzugsschäden bestehen, ohne dass ein vorausgehender Sachschaden dafür Voraussetzung ist.
Einteiliger Policenaufbau:Der Versicherungsschutz sollte bei Vermögensschäden nicht auf Eintrittspflicht „nach Erbringung der Lieferung und Leistung“ reduziert sein, wie das in gewerblichen oder Industriehaftpflichtversicherungen im Rahmen der erweiterten Produkthaftpflichtdeckung durchaus üblich und begründet ist.
Eigenschadendeckung:Auch eigene Aufwendungen des IT-Unternehmens bei gescheiterten Projekten sollten versichert sein.
Abwehrkosten:Abwehrkosten (für Rechtsanwalt, Gericht etc.) sollten auch bei Ausschlüssen versichert sein.
Keine Ausschlüsse:Vorsicht ist bei Ausschlüssen jeder Art geboten. Auf keinen Fall sollte einer der folgenden Ausschlüsse enthalten sein:
  • bei Schäden aus Verzug
  • bei Schäden durch nicht ausreichend erprobte Software/Hardware (Experimentierklausel: „… nicht versichert sind Schäden aus Lieferung oder Leistung, die im Hinblick auf ihren konkreten Verwendungszweck nicht ausreichend getestet oder erprobt wurden“)
  • bei Schäden für Aufwendungen in Erwartung ordnungsgemäßer Leistungen
  • bei Schäden durch nicht reproduzierbare Fehler
  • bei Schäden durch Rechtsverletzungen (Copyright-, Urheber-, Warenzeichenrechtsverletzungen)
  • bei Schäden durch Patentrechtsverletzungen mit Ausnahme USA/Kanada
  • bei Schäden durch Viren, Würmer, Trojaner etc.
  • bei Schäden durch Lizenzverletzungen
  • bei Schäden durch Nutzung des Internets als Kommunikationsträger bei Schäden durch zu geringe/zu hohe Hardwarekapazität
  • bei Sach- und Vermögensschäden im Zusammenhang mit EMF (elektromagnetischen Feldern)
  • bei Schäden im Zusammenhang mit Zahlungs- und Abrechnungsverkehr bei Sachschäden mit US-Risiken

Weiterführender Hinweis

Checkliste „Betriebshaftpflichtversicherung: Was sollte eine gute IT-Haftpflicht leisten?“ in wvm.iww.de unter dem Reiter Downloads in der Rubrik Checklisten unter dem Stichwort Versicherungen
QUELLE: AUSGABE 11 / 2012 | SEITE 19 | ID 34541950 20.11.2012 http://www.iww.de/wvm/vertriebspraxis/betriebshaftpflichtversicherung-absicherung-…

„Mit freundlicher Genehmigung des Wirtschaftsdienst Versicherungsmakler (wvm.iww.de)“.

Die Neue Dienstleistungs-Informations-Verordnung (DL-InfoV) fordert einen Versicherungsnachweis für IT-Freelancer

Seit 17.05.2010 bereits besteht die neue Dienstleistungs-Informations-Verordnung für IT-Freelancer, die besagt, dass diese vor Vertragsabschluss ihrem potentiellen Aufraggeber eine Berufshaftpflicht nachweisen müssen. Denn schon kleine Fehler können unerwartet hohe Ansprüche nach sich ziehen.

Preiswerten und doch besonders umfangreichen Versicherungsschutz können IT- Unternehmen über das neue Portal www.easy-insure.eu einkaufen.

Im Rahmen einer exklusiven Kooperation bietet die gb.online gmbh, als Schwesterunternehmen der groot bramel versicherungsmakler gmbh seit 2011 eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für  IT-Freelancer und mittelständische IT-Unternehmen der die Chubb Insurance Company of Europe an.

Diese speziell auf die IT-Branche abgestimmte Lösung beinhaltet eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einschließlich einer Eigenschadenkomponente (vergebliche Aufwendungen des Versicherungsnehmers bei Rücktritt von einem Projekt seitens des Auftraggebers) sowie eine Betriebshaftpflicht für das Personen- und Sachschadenrisiko.

Die IT- und Telekommunikationsbranche ist sehr schnelllebig. Diese Versicherungslösung  berücksichtigt aktuelle Markttrends und sichert die vielfältigen Risiken umfassend ab.

Versicherungsmakler gb.online gmbh

Die gb.online gmbh ist das Schwesterunternehmen der groot bramel versicherungsmakler gmbh. Die gb.online gmbh ist ein führendes Maklerhaus für die IT- sowie Telekommunikationsbranche. Gemeinsam mit Partnern und Kunden definiert, entwickelt und realisiert die gb.online gmbh branchenspezifische Lösungen – passgenau auf den Kundenbedarf abgestimmt. www.easy-insure.eu

Besondere Qualität im Schadenfall durch die Kooperation mit DLA Piper

Im Falle einer gerichtlichen Inanspruchnahme, können die Versicherungsnehmer der IT-Branche exklusiv auf die Dienstleistungen der renommierten Rechtsanwaltskanzlei DLA Piper zurück zu greifen; und das weltweit. www.dlapiper.de

Chubb

Die 1882 gegründete Chubb Group of Insurance Companies ist heute eines der weltweit führenden Versicherungsunternehmen für Privatpersonen, Industrie und Gewerbe. Die Produkte und Serviceleistungen werden weltweit von über 10.800 Mitarbeitern in mehr als 120 Niederlassungen und in Zusammenarbeit mit etwa 8.500 unabhängigen Maklern vertrieben. Das globale Netzwerk der Chubb erstreckt sich mit eigenen Niederlassungen und Vertretungen über Nordamerika, Europa, Lateinamerika, Asien und Australien. www.chubb.de