„Textil vernetzt“, „IT-Wirtschaft“ und „Usability“ – neue Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren


Kelkheim, 12. Januar 2018

 

3D Drucker. Flickr: MKzero
3D Drucker. Flickr: MKzero

Seit 2015 fördert das Bundeswirtschaftsministerium die Digitalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen durch so genannte Mittelstand-4.0-Kompetenzzentren. In diesen Kompetenzzentren finden die Unternehmen praxisrelevantes Wissen zur Industrie 4.0, wie auch die Möglichkeit, sich die neuen digitalen Anwendungen anzuschauen und zu erproben. Seit vergangenem Monat gibt es nun drei neue Kompetenzzentren: „Textil-vernetzt“, „IT-Wirtschaft“ und „Usability“. Damit stehen den Unternehmen nun flächendeckend insgesamt 22 Kompetenzzentren zur Seite, die sie bei ihrem Weg zum Unternehmen 4.0 begleiten und sie fit für die Herausforderungen der digitalen Zeit machen. 

 

Textil vernetzt – das Kompetenzzentrum für die Textilindustrie

Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum „Textil vernetzt“ hat seine Geschäftsstelle in Berlin sowie vier ‚Schaufenster‘ in Aachen, Chemnitz, Denkendorf und Stuttgart. Durch das Know-how des Kompetenzzentrums werden Unternehmen aus der Textilindustrie an technische Textilien bzw. textile Werkstoffe herangeführt; zum Beispiel an so genannte „Intelligente Textilien“, die Daten aus der Umgebung oder ihres Trägers erfassen und weitergeben oder an Faserverbundwerkstoffe, die in der Automobilindustrie und der Luft- und Raumfahrt eingesetzt werden, eine Rolle spielen.

 

„IT-Wirtschaft“ – das Zentrum für IT-Unternehmen und Start-ups

Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum „IT-Wirtschaft“ soll die Zusammenarbeit von mittelständischen IT-Unternehmen mit Start-ups verbessern. Kooperationen sollen zu interoperablen all-in-one IT-Lösungen für kleine und mittelständische Unternehmen führen. Zudem unterstützt das Zentrum kleinere und mittlere IT-Unternehmen in den Bereichen IT-Sicherheit und Datenschutz, Technologie-Scouting, Software Ergonomie und Digitale Geschäftsmodelle sowie bei der Entwicklung von Standards und Softwarelösungen. Auch wenn es darum geht, Potenziale technologischer Entwicklungen und Prozesse frühzeitig zu erkennen, ist das Kompetenzzentrum der Ansprechpartner; Technologie-Scouting- und Innovationsworkshops bieten Einblicke in zukünftige Trends.

Das Zentrum verfügt über vier regionale Stützpunkte in Berlin, Aachen, Kassel und Karlsruhe und ist bundesweit über eine Online-Plattform erreichbar. Dort geben das Matching-Portal und das Konsortienregister den Unternehmen die Möglichkeit sich zu vernetzen. Auch rechtliche Fragen zur Bildung von Konsortien, des Datenschutzes und zum Entwickeln kollaborativer Geschäftsmodelle werden dort behandelt.

 

Kompetenzzentrum „Usability“ – Besser durch User Experience

Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum „Usability“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Produkte und Dienstleistungen mit Hilfe von Usability- und User-Experience-Methoden (UUX-Methoden) zu gestalten. So entwickelte Produkte führen zu einer höheren Produktivität und Kundenzufriedenheit, zu mehr Mitarbeitermotivation, besserer Vernetzung und somit zu mehr Umsatz. Zudem informiert das Zentrum mittelständische Softwareanbieter über UUX-Methoden und hilft Start-ups und UUX-Experten dabei, neue Lösungen und Geschäftsmodelle bekannt zu machen.

In den Regionen Berlin, Stuttgart, Bonn-Rhein-Sieg und Mannheim bietet das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Usability kostenfreie Unterstützungsangebote und Veranstaltungen. Darüber verfügt es über eine bundesweit verteilte Demonstrations- und Anschauungsinfrastruktur, wie Maker Spaces, Werkstätten für 3D-Druck, Living Labs im Bereich Smart Home und Smart Mobility, UUX-Labore mit Stationen für (mobiles) Eye-Tracking und vieles mehr.

 

 

Über die gb.online gmbh

Die gb.online gmbh hat sich auf die berufliche Absicherung von Freelancern spezialisiert und bietet mit www.easy-insure.eu das umfangreichste Online-Versicherungsportal für freie und beratende Berufe in Deutschland. Seit 2011 können Selbstständige und Unternehmen bis 1 Million Euro Umsatz pro Jahr hier ihre beruflichen Risiken versichern.

Steigt der Umsatz, und wird eine individuelle Lösung benötigt, so steht mit dem Schwesterunternehmen groot bramel versicherungsmakler gmbh ein verlässlicher Partner zur Seite, der seit über 25 Jahren Gewerbetreibende und industriellen Unternehmen in Versicherungsfragen vertritt. Die groot bramel versicherungsmakler gmbh ist in 18 Ländern vertreten und begleitet sie, wohin auch immer sich ihr Geschäftsfeld entwickelt.

Kontaktdaten

gb.online gmbh
Frankfurter Straße 93
65779 Kelkheim

Ansprechpartner: Lutz-Hendrik Groot Bramel, Geschäftsführer

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Milliarden PCs und Smartphones betroffen: Sicherheitslücke durch Intel-Chips


Kelkheim, 04. Januar 2018

 

Bildquelle: Flickr stargazer2020
Bildquelle: Flickr stargazer2020

Die neueste Cyberbedrohung betrifft so gut wie alle PCs, Smartphones und Server: Die Chips des größten Chip-Herstellers, Intel, ermöglichen aufgrund ihrer Funktionsweise, Hackern Passwörter und andere wichtige Informationen auszulesen – ohne dass der Nutzer es merkt. Von der Sicherheitslücke betroffen sind neben den Intel-Chips auch einige Prozessoren mit der Technologie des Chip-Designers Arm, der in Smartphones dominiert, und vermutlich auch einige des Intel-Konkurrenten AMD. Grund für die Sicherheitslücke ist eine Funktion, die die Chips schneller auf die Anfragen der Nutzer reagieren lässt.

Speculative execution heißt eine Funktion, die seit mehr als 20 Jahren genutzt wird, um Computer, Handys und Server schneller zu machen. Wenn der Chip gerade nicht genutzt wird, führt er Berechnungen aus, von denen er annimmt, dass der Nutzer sie später brauchen wird.

Im Prinzip eine sinnvolle Funktion: Daten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später gebraucht werden, schon vor der eigentlichen Nutzung abzurufen, da der Chip so schneller reagieren kann. Aber genau das macht ihn anfällig für Angriffe. Das besonders Gefährliche an dieser Schwachstelle: In den Chips wird die Rechenarbeit des Computers erledigt, die Programme müssen dem Chip vertrauen.

 

Zwei mögliche Angriffsszenarien

Bis jetzt wird von zwei Angriffsszenarien ausgegangen: Meltdown und Spectre genannt. Bei Meltdown wird die Trennung zwischen den Programmen und dem Betriebssystem aufgehoben. So können Informationen aus dem Betriebssystem abgegriffen werden. Dies ist bisher nur bei Intel-Chips möglich.

Bei Spectre wird hingegen die Trennung zwischen den Programmen aufgehoben; so können andere Programme ausgespäht werden. Dies funktioniert bei Chips von Intel, von AMD und bei Chips mit Arm-Technologie. Laut Arm sind jedoch nur wenige Produktlinien betroffen.

Ob die Sicherheitslücke schon ausgenutzt wurde und es somit zu Meltdown- oder Spectre-Fällen gekommen ist, ist nicht bekannt. Denn ein Angriff auf den Chip würde in den Log-Dateien keine Spuren hinterlassen und ist somit nicht sichtbar zu machen. Intel geht davon aus, dass bisher jedoch nichts geschehen ist.

 

Sicherheitslücke ist seit dem Sommer bekannt

Die Sicherheitslücke war bereits im Juni entdeckt und verschiedenen Unternehmen bekannt gegeben, jedoch noch nicht an die Öffentlichkeit gebracht worden. So sollten Google, Microsoft und andere die Möglichkeit haben, ihre Server und Computer abzusichern. Eigentlich sollte auch nichts vor dem 9. Januar an die Öffentlichkeit gelangen, doch die erhöhte Update-Aktivität in den vergangenen Tagen war aufgefallen und erste Gerüchte über eine Sicherheitslücke kamen in Umlauf.

In den kommenden Tagen werden die Betriebssysteme Linux, Microsoft Windows, Apple (sowohl Mac OS als auch iOS) Patches erhalten. Diese machen die Rechner zwar etwas langsamer, dafür aber wieder sicherer.

 

 

 

Über die gb.online gmbh

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Betriebsunterbrechung durch Cyber-Angriff – Ein immer häufigeres Szenario


Kelkheim, 19. Dezember 2017

 

Bildquelle: howtostartablogonline.net
Bildquelle: howtostartablogonline.net

Es war eines der gefürchtetsten Schreckensszenarien für Unternehmen und Sicherheitsexperten, das was sich im Februar 2016 abspielte: Ein Cyber-Angriff legte das Lucaskrankenhaus in Neuss lahm. Hackern war es gelungen einen Virus im Computersystem zu platzieren und den Zugriff auf die sensiblen Krankenhausdaten zu sperren. Nach Zahlung eines Lösegeldes würden sie die Daten wieder entschlüsseln, behaupteten die Cyber-Kriminellen. Das Krankenhaus ging nicht darauf ein. Die Computerexperten des Hospitals nahmen stattdessen das gesamte IT-System vom Netz und arbeiteten wochenlang daran, die Daten wiederherzustellen. So lange konnte das Krankenhauspersonal nicht auf ihre IT zurückgreifen, Patientendaten nicht eingesehen werden. Die Mitarbeiter mussten wieder mit Papier und Stift, Fax und Post arbeiten. Es dauerte Monate bis der normale Betrieb wieder hergestellt war. Der Schaden war enorm: Rund ein Fünftel der geplanten Operationen musste abgesagt werden, die Notaufnahme konnte nur eingeschränkt arbeiten. Dem Krankenhaus entgingen nicht nur Einnahmen, sondern es entstanden zudem hohe Kosten, da teure externe IT-Spezialisten beauftragt werden mussten, um den Betrieb wieder zum Laufen zu bekommen.

 

Betriebsunterbrechungen sind das Schadensrisiko Nummer 1 für Unternehmen

Betriebsunterbrechungen sind laut des Allianz Risk Barometer das Schadensrisiko Nummer 1 für Unternehmen. Aber während früher Schäden an den Produktionsstätten die Hauptursache für Betriebsunterbrechungen waren, verschiebt sich dies inzwischen in Richtung Nicht-Schaden-Ereignisse. Und solche Betriebsunterbrechungen ohne Schäden an den Anlagen sind nicht weniger kostspielig. Wie das oben geschilderten Beispiel des Lucaskrankenhauseses zeigt.

Ein wesentlicher Grund, warum sich die Ursachen für Betriebsunterbrechungen in Richtung Nicht-Schadensfälle verschieben, ist die zunehmende Digitalisierung. Unternehmen sind in immer stärkerem Maße abhängig von Software und (Echtzeit-)Daten, setzen immer öfter zur Optimierung ihrer Prozesse und Steuerung ihrer Produktionsabläufe auf Cloud-Ware und Fernsupport, bekommen ihre Updates regelmäßig über das Internet. Viren, die die Software infizieren, Cyber-Angriffe, die den Zugriff auf die Unternehmens- und/oder Kundendaten blockieren und ähnliche Attacken, führen immer öfter zu Betriebsausfällen.

Das gilt auch für so genannte DDoS-Angriffen. DDoS steht für Distributed Denial of Service. Bei diesen Attacken wird die Website oder auch der Online-Shop mit einer extrem großen Anzahl von Anfragen quasi bombardiert, was dazu führt, dass der Server überlastet wird und die Website, der Online-Shop nicht mehr erreichbar ist. Für viele Unternehmen heißt dies: Es entgeht ihnen ein beträchtlicher Umsatz.

Solche DDoS-Attacken haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Experten gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2020 weltweit 17 Millionen sein werden; das ist eine Steigerung um 25 Prozent pro Jahr. In den vergangenen Jahren waren auch die Website großer Unternehmen nicht vor solchen Angriffen gefeit: Im Oktober 2016 legte das MiraiBotnet teilweise die Webseiten von Netflix, Twitter, CNN und dem Guardian lahm. Cyberrisiken betreffen alle. Sowohl große als auch kleine Unternehmen, Produktionsbetriebe genauso wie Dienstleister, Online-Händler ebenso wie Finanzunternehmen.

Cyber-Attacken werden ausgeklügelter – der Schutz gegen Betriebsunterbrechung muss mitziehen

Die Cyber-Kriminelle werden immer erfinderischer, ihre Attacken immer komplexer und richten immer mehr Schaden an. Gleichzeitig sind Cyberrisiken noch relativ neu und daher von vielen Versicherern nicht automatisch in einer Versicherung gegen Betriebsunterbrechungen abgedeckt. Versicherer müssen nun neue Auslöser für Betriebsunterbrechungen in ihre Bedingungen einschließen.

Unternehmen sollten bei einer Versicherung gegen Betriebsunterbrechungen prüfen, ob diese auch Cyber-Ereignisse einschließt sowie weitere nicht durch einen Schaden verursachte Unterbrechungen, wie Stromausfälle, Lieferkettenstörungen, Folgen eines Terrorangriffs oder politische Gründe, abdeckt.

 

 

 

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Mangel verschwiegen? Architekten und Ingenieure haften auch als Sachwalter


Kelkheim, 20. November 2017

Bildquelle: Fotolia
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Wenn ein Architekt oder Ingenieur, der mit der Prüfung eines Bauvorhabens betraut ist, Mängel feststellt, so hat er diese unverzüglich dem Bauherrn mitzuteilen. Das ist allgemein bekannt. Doch was ist, wenn der Architekt bzw. Ingenieur den entdeckten Mangel selbst zu verantworten hat? Er also durch die Anzeige des Mangels selbst in die Haftung gerät?

Auch dann muss der prüfende Architekt bzw. Ingenieur darauf hinweisen. Tut er dies nicht, so verstößt er gegen seine Sekundärpflicht, fehlerhafte Leistungen umfassend aufzudecken sowie deren Ursachen zu erklären und den Bauherren sachkundig zu unterrichten.

Sollte der prüfende Architekt den Mangel nicht melden, weil er die Hoffnung hegt, der Mangel werde verjähren bis er von jemanden anderem entdeckt wird, so müssen wir hier enttäuschen. Der Gesetzgeber hat dem vorgebeugt: Die Verjährungsfrist von Mängeln verlängert sich ab dem Tag des Verstoßes gegen die Aufklärungspflicht um weitere 5 Jahre.

Die Pflicht alle Mängel zu melden und bei Verstoß dagegen, in die Haftung zu geraten, gilt auch, wenn der mit der Prüfung beauftragte Architekt nicht mit allen Ausführungsphasen betraut war. Also nicht Vollplaner bzw. -ausführender war, sondern erst ab Leistungsphase 9 hinzugekommen ist. Für die Haftung reicht die isolierte Funktion als Sachwalter: Ist der Architekt als Sachwalter nicht seiner Pflicht nachgekommen, Mängel, die durch sein eigenes Verschulden zustande kamen oder die er in seiner Funktion als Sachwalter nicht aufgedeckt hat, zu melden, so kommt er damit in die Haftung.

 

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Architekten und Ingenieure: Keine Budget-Haftung bei unverbindlichen Schätzungen


Kelkheim, 8. November 2017

Damit man ein Budget überschreiten kann, muss es ein verbindlich festgelegtes Budget geben. So kann man grob das Urteil des Oberlandesgerichts Celle zur Frage zusammenfassen, ob ein Planer für Kosten, die über einer unverbindlichen Schätzung liegen, haftet.

Bildquelle: Fotolia
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Der konkrete Fall: Um eine Kreditfinanzierung zu beantragen, ließ die Bauherrin durch einen Architekten eine Kostenschätzung erstellen. Diese Kostenschätzung sollte nur zur Vorlage bei der Bank dienen, wie darauf auch vermerkt wurde. Die Schätzung den dortigen Entscheidern verdeutlichen, warum ein Kredit für den Umbau notwendig sei. Der Architekt, der die Kalkulation gegen ein Honorar von 55 Euro pro Stunde erstellte, bekam als Kostenrahmen 125.000 Euro genannt. 98.500 Euro davon sollten laut der Schätzung als Umbaukosten anzusehen, die restlichen 26.500 Euro für Inneneinrichtung, Statik und das Honorar des Architekten vorgesehen sein.

Zum Zeitpunkt der Schätzung für die Bank waren die genauen Leistungen, die der später mit dem Projekt beauftragte Architekt erbringen sollte, noch nicht genau definiert. Eine genaue Schätzung war also nicht möglich, alle Beträge waren entsprechend mit einem ‚circa‘ als ungenau gekennzeichnet.

Nach Ende der Baumaßnahmen schlugen die Kosten für den mit der Ausführung beauftragten Architekten jedoch nicht mit 26.000, sondern mit insgesamt 170.000 Euro zu Buche. Die Bauherrin wollte nun den mit der Schätzung beauftragten Architekten für den Betrag, den die wahren Kosten von der Schätzung abwichen, haften lassen. Dies wurde sowohl in erster als auch in zweiter Instanz abgelehnt.

Die Begründung: Die auf Basis von ungenauen Leistungsdefinitionen gemachte Schätzung war nicht verbindlich. Sie sollte lediglich der Begründung des Kreditantrags dienen, was auch deutlich auf der Schätzung vermerkt war. Zudem fehlten grundlegende Leistungen aus dem Verantwortungsbereich der Bauherrin, wie Baupläne und maßstabsgerechten Ausführungszeichnungen. Ein weiterer Punkt, der für die Unverbindlichkeit der Schätzung sprach, war die Versäumnis, die Kostenschätzung in eine Kostenberechnung und dann in eine Kostenfeststellung gemäß DIN 276 zu überführen. Auch war der schätzende Architekt nicht mit den Leistungsphasen 1 bis 4 des Paragrafen 15 Absatz 2 der HOAI 2002 beauftragt worden, sondern nur mit der Kostenschätzung. Doch erst wenn ein Planer mit den Leistungsphasen 1 bis 8 betraut ist, wird normalerweise in der Rechtsprechung seine Haftung wegen Budgetüberschreibung anerkannt.

Das Wichtigste also: Damit es zur Haftung wegen Kostenüberschreitung kommen kann, braucht es eine verbindliche Kostenfestlegung.

 

 

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