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„go digital“ – Neues Förderprogramm unterstützt KMU bei der Digitalisierung

Kelkheim, 06. Dezember 2017

Elektronisches Rechnungs- und Personalwesen, automatisierte Kundenkommunikation, Online-Shops und -Marketing – die Digitalisierung der Geschäftswelt ist im vollen Gange. Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe sind jedoch noch unsicher, wie sie die Chancen der Digitalisierung nutzen und ihre Risiken abschätzen können. Damit diese mit professioneller Unterstützung gut und sicher an der künftigen Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens arbeiten können, gibt es nun das Programm „go digital“. Das vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte Förderprogramm ist speziell für den Mittelstand konzipiert. Seit Oktober können sich KMU und Handwerksbetriebe dafür bewerben.

 

Bildquelle: www.tayloright.com
Bildquelle: www.tayloright.com

Damit KMU bei der zunehmenden, die gesamte Gesellschaft durchdringende Digitalisierung wettbewerbsfähig bleiben, ist es für sie wichtig, auch digitale Geschäftsfelder zu erschließen sowie ihre Geschäftsprozesse anzupassen. Doch viele KMU haben noch Berührungsängste oder wissen nicht, wo sie bei der Digitalisierung weitermachen und worauf sie achten sollen. Hier setzt das Förderprogramm „go-digital“ an. Gefördert werden Unternehmen, die aktiv die Digitalisierung ihres Unternehmens angehen und sich dabei von professionellen Beratern unterstützen lassen wollen. Die Beratungsleistungen werden mit einem Fördersatz von 50 Prozent (bis maximal zu einem Tagessatz des Beraters von 1.100 Euro) bezuschusst und dies insgesamt bis zu 30 Tage innerhalb eines halben Jahres.

Förderungsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern sowie einen Vorjahres-Umsatz von höchstens 20 Millionen. Zudem müssen die Antragssteller wirtschaftlich stabil aufgestellt sein und ihren Sitz in Deutschland haben.

 

Ein Förderprogramm, das den Kopf frei lässt fürs Wesentliche

Die Verantwortlichen für das Programm wissen: Viele der KMU würden gerne professionelle Unterstützung und Förderung in Anspruch nehmen, scheuen aber die Bürokratie, die bei vielen Förderprogrammen auf sie zukommt. Daher funktioniert das Programm folgendermaßen: Die KMU können aus einer Reihe ausgewählter Beratungsunternehmen, das für sie passende aussuchen. Anschließend übernehmen die Berater die gesamte Projektabwicklung für das Unternehmen – von der Antragstellung bis zum abschließenden Verwendungsnachweis. Die KMU müssen sich also nicht mit der administrativen Seite des Förderprogramms beschäftigen, sondern können sich ganz der Aufgabe widmen, ihr Kerngeschäft und die Digitalisierung innerhalb des Betriebs voranzutreiben.

 

Ab jetzt können Anträge gestellt werden

Um eine qualitativ gute und unabhängige Beratung zu gewährleisten, werden nur durch das Bundeswirtschaftsministerium zertifizierte Beratungsunternehmen als Partner für die KMU zugelassen. In einer ersten Phase konnten sich daher Beratungsunternehmen bewerben, um für das Programm zertifiziert zu werden. Seit Oktober sind nun die ersten 200 Beratungsunternehmen für das Förderprogramm „go-digital“ zugelassen.

Damit beginnt nun die zweite und entscheidende Phase des Programms: Ab nun können die KMU und Handwerksbetriebe sich das für sie passende Beraterunternehmen aussuchen – und die Anträge auf Förderung stellen.

 

Die Schwerpunkte: Geschäftsprozesse, Geschäftsfelder und IT-Sicherheit

Nachdem die Förderung genehmigt ist, geht es los: Die Berater analysieren die Situation innerhalb der KMU, entwickeln praxisnahe Konzepte für die Digitalisierung des Geschäftsalltags, der Prozesse sowie der Dienstleistungen und Produkte. Zudem unterstützen sie die KMU und Handwerksbetriebe bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen.

Das Programm ist dabei in drei Themenbereiche bzw. Fördermodule eingeteilt:

  • Im Modul „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ bekommen die förderberechtigten Unternehmen Beratung und Unterstützung, um neue e-Business-Lösungen einzuführen; zum Beispiel in den Bereichen Versand- und Retourenmanagement, Rechnungswesen, Logistik oder Lagerbestand. Das Ziel ist, sichere elektronische Prozesse einzuführen und die Arbeitsabläufe möglichst durchgängig zu digitalisieren.
  • Das zweite Modul widmet sich neuen Geschäftsfeldern. Die KMU werden bei der Entwicklung einer eigenen Online-Marketing-Strategie begleitet. Je nachdem, ob es bereits einen professionellen Internetauftritt gibt, kann die Beratung auch schon beim Konzipieren und Umsetzen einer modernen und rechtssicheren Webseite ansetzen. Doch die Teilnehmer werden nicht nur beim Aufbau eigener Online-Vertriebswege unterstützt, sie erfahren auch, wie man externe Verkaufs- und Dienstleistungsplattformen sowie Social-Media-Tools für Vertrieb und Marketing nutzt.
  • Im dritten Modul geht es um das Thema Sicherheit, das alle Aspekte der Digitalisierung umfasst. Die IT-Infrastruktur wird durchleuchtet und mögliche Schwachstellen identifiziert. Anschließend wird ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das natürlich ebenfalls die neu einzuführenden Software-Lösungen umfasst, und die entsprechenden Maßnahmen implementiert. So sollen die Unternehmen vor Schäden durch Cyberkriminalität so weit wie möglich abgesichert werden.

 

Weitere Informationen zum Programm „go digital“ finden Sie unter www.bmwi-go-digital.de

 

Über die gb.online gmbh

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gb.online gmbh
Frankfurter Straße 93
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Ansprechpartner: Lutz-Hendrik Groot Bramel, Geschäftsführer